Sechszehn wunderbare junge Erwachsene, ein großartiger Kunstgeschichtelehrer und eine Klassenbegleiterin, die sich wie eine Schneekönigin freut, dass sie diese letzte Reise mit „ihren“ Kindern erleben darf!

Wir fahren in aller Herrgotts Früh los Richtung Toskana, es schüttet wie aus Schaffeln und wir sind bestens gelaunt. 12 Stunden später landen wir in Siena in einem traumhaft schönen Agriturismo mitten in Wiese und Wald mit Blick auf die wunderschöne Kulisse der Stadt am Hügel gegenüber. Von hier aus erkunden wir nicht nur Siena, sondern auch Florenz, Massa Marittima, Pienza, Arezzo, Sant Antimo, San Gimignano, San Galgano und Pisa. Wir wandern über die Piazza del Campo in Siena und sehen vor dem inneren Auge Pferde über den berühmten Schauplatz des Palio galoppieren, wir staunen in den Himmel hinein in der märchenhaft schönen Ruine in San Galgano, wir sind geblendet von der Schönheit verschiedener Dome, wir halten den Atem an in der Kirche des Klosters Sant Antimo und lauschen der Musik, wir können uns an den herrlichen Fresken im Dom von Arezzo nicht sattsehen, wir betrachten mit großer Ehrfurcht die größte gemauerte Kuppel der Welt in Florenz und wir besteigen den schiefen Turm von Pisa… Ein Highlight wird vom nächsten getoppt und wir sind uns nicht einig darüber, was am schönsten war. Wir folgen dem Blick vergangener Generationen auf die Welt und wie sich dieser in der Baukunst manifestiert von der frühen Romanik über die Gotik und Renaissance – vor allem Renaissance, schließlich sind wir ja im Herzen der Geburtsstätte der Renaissance – bis zum Barock. Unterwegs entstehen tolle Zeichnungen, wir hören interessante Referate ergänzt von dem nicht enden wollenden Wissen von „Hoffi“ und wir hüpfen noch schnell ins Pool, wenn wir müde, aber randvoll mit neuen Eindrücken wieder in unserem herrlichen Quartier eintrudeln.

Wir essen Eis, Pizza und Pasta, schauen Fußball EM, reden und lachen. Und wir feiern Sophias Geburtstag, wie man einen Geburtstag ordentlich feiert. Die Zeit verfliegt viel zu schnell und es geht weiter ans Meer an die etruskische Küste, wo wir noch ein paar Tage dem Dolcefarniente frönen. Wäre da nicht die übermotivierte Klassenbegleiterin, die ein Programm für den Abschiedsabend haben will. Doch auch das schafft diese liebenswerte und stets willige Truppe mit links. Und schon ist unsere unvergessliche Reise ins Belpaese vorbei, – viel zu schnell, weil gute, lustige, wertvolle, genussvolle, lehrreiche, schöne Zeit halt leider im Flug vergeht.

Ich kann euch nur sagen: Sooooooo schön wars!!!

Bericht: Ulrike Riedl (Tutorin)

 

 

 

2023

„Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben!“

Dieses Jahr machte sich die 12. Klasse von 10. 6. – 25. 6. auf die Architekturreise nach Portugal und Südspanien, die von Hr. Hoffmann geplant und von ihm als auch von Fr. Taschek begleitet wurde. Zwei Schüler/innen berichten:

Was für ein Abschluss!

Mit der Architekturreise haben wir, die 12. Klasse, unsere 12 Jahre Waldorfschule gekrönt:
15 Tage lang lernten wir die Kultur und Architektur Portugals und Spaniens kennen und lieben.
Unsere top-organisierten Reiseguides Herr Hoffmann und Frau Taschek führten uns durch die klingenden Gassen Portos, über die malerischen Sandstrände Foz do Arelhos, die geschichtsträchtigen Mauern von Óbidos, durch die glühende Metropole Lissabons, das bunte Leben Sevillas, die maurische Handwerkskunst der Alhambra bis hin zur friedlichen Idylle Nerjas.
Das Fachwissen über besuchte Länder, Städte und Sehenswürdigkeiten wurde von den Schülerinnen und Schülern selbst referierend beigesteuert, Gesehenes wurde mit architektonischen Zeichnungen festgehalten und nebenbei wurde auch der Zusammenhalt unserer Gruppe und Klasse gestärkt sowie über die sich dem Ende zuneigende Schulzeit reflektiert. Nicht einmal die sengende Sommerhitze vermochte es, unsere Freude über die architektonischen Juwelen der portugiesischen und spanischen Kultur und das gemeinsame Besichtigen zu mindern. Egal ob konzentriert zeichnend, braungebrannt Volleyball spielend, aus vollem Halse singend, neugierig das Nachtleben erkundend, wachsam Herrn Hoffmanns Ausführungen lauschend oder einfach zufrieden am Strand und im Meer liegend; der Riesenspaß, den wir hatten, war uns allen (immer) anzusehen.

Danke an alle, die diese horizonterweiternde Reise ermöglicht haben. Wir sind nicht nur als Klasse, wir sind als Menschen gewachsen.

Sky

Die Klassenreise war ein super Erlebnis – ich bin voller Begeisterung zurückgekehrt. Es gab viele Möglichkeiten, Neues zu entdecken und zu lernen. Es machte richtig viel Spaß mit meinen Freund*innen am Strand zu liegen, und von den kulturellen Exkursionen ist mir die große Brücke in Porto – Ponte Luis I – am meisten in Erinnerung geblieben. 

Dea

 

Fotos: Laurens Türk und Nono Bangert

 

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